Die Rußpellets bestehen zu etwa 87 Prozent aus Kohlenstoff, etwa zehn Prozent Wasserstoff und etwa drei Prozent Schwefel. Das Nebenprodukt enthält auch Schwermetalle wie Nickel und Vanadium. Der Gehalt an Schwermetallen ist abhängig von den in der Raffinerie eingesetzten Rohölen und der Anlagenfahrweise. Der Heizwert der Rußpellets ist sehr hoch und liegt bei etwa 40 Megajoule pro Kilogramm. Das heißt der Heizwert der Rußpellets ist deutlich höher als der Heizwert von Steinkohle.
Seit Anfang April 2022 liefert die Ruhr Oel Raffinerie (ROG) in Gelsenkirchen keine Rußpellets mehr an das benachbarte Uniper Kraftwerk. Die im Werk Scholven in der Anlage „Schwerölvergasung“ entstehenden Rußpellets werden ab sofort vollumfänglich von drei renommierten Entsorgungsfachbetrieben verwertet. Die ROG hat das Konzept unter umfassender Information und Zustimmung durch die Bezirksregierung Münster erarbeitet und schrittweise eingeführt.
Bislang wurden die Rußpellets überwiegend im Uniper Kraftwerk als Zusatzbrennstoff eingesetzt. Diese Lieferungen sind aber bereits in den vergangenen Monaten schrittweise reduziert worden. So wurden Ende März 2022 nur noch fünf Prozent der gesamten Rußpellets-Produktion an das Kraftwerk geliefert und 95 Prozent bereits von den drei Entsorgungsfachbetrieben zur Verwertung übernommen. Seit Anfang April 2022 sind es nun hundert Prozent.
Durch eine intensive und akkreditierte Qualitätsüberwachung stellen wir sicher, dass die gesetzlichen und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für die Verbrennung von Rußpellets sichergestellt sind. Dadurch halten wir alle gesetzlichen Vorgaben ein.